NULL KOMMA IRGENDWAS

Nach dem Roman von Lavinia Braniște | Deutschsprachige Erstaufführung

Null komma irgendwas

Fotos: ©MEYER ORIGINALS

Cristina, eine junge Übersetzerin, ist aus der Kleinstadt nach Bukarest gezogen. Nun arbeitet sie als Assistentin einer Bau-Firma, die mit EU-Geldern ein Home- und Garden-Center am Rande der rumänischen Hauptstadt errichtet. Sie kämpft mit Rechnungsnummern, umtriebigen Kollegen und, vor allem, mit ihrer dominanten Chefin. Gleichzeitig hängt sie in einer Fernbeziehung fest, eine eigene Wohnung ist in weiter Ferne. Ihre Mutter arbeitet in Spanien im Tourismusgewerbe, und wenn sie dann einmal einfliegt, bringt sie zwar Geld und Gefühle mit, doch nur für kurze Zeit.

In ganz Rumänien ist Null die Vorwahl der Telefonzentrale, die Cristina zu bewachen hat. In „Null Komma Irgendwas“ geht es um die kleinen Siege über die Zwänge des modernen, turbokapitalistischen Alltagslebens – zwischen der Ungewissheit des Jobs, dem Frust einer Wochenendliebe und den exzessiven Clubnächten nach Feierabend. Lavinia Braniște erzählt lakonisch, mit subtiler Beobachtungsgabe und Sinn für das Komische; sie konzentriert sich auf den Alltag, in dem doch das Politische aufscheint. Zugleich gelingt ihr das Porträt einer jungen Frau, die oft zu verzweifeln scheint, ihr Lebensglück aber nie aus den Augen verliert.

„Null Komma Irgendwas“ erhielt begeisterte Kritiken. Im FWT kommt der Roman zum ersten Mal in deutscher Sprache auf die Bühne.

Mit Mirjam Birkl, Bettina Muckenhaupt, Sina Peris, Markus Penne | Inszenierung Inka Neubert | Bühne und Kostüme Anke Niehammer| Musik Johannes Frisch | Bühnenfassung Gerhard Seidel

Premiere 28. November 2019, 20:00 Uhr
Weitere Spieltermine 30. November / 1., 8., 21., 29. Dezember 2019, jeweils 20:00 Uhr
und als Silvester-Starter-Vorstellung am 31. Dezember 2019 (Einlass um 18:30 Uhr)

Kartenbuchung

Presse

"Das Ensemble agiert wunderbar authentisch mit Nuancen zwischen Sehnsucht, Frust und Lebenslust. Ohne politisch allzu scharfkantig zu werden zeigt Neuberts Inszenierung schnell, dass es angesichts der Globalisierung wenig Unterschied macht, wo man in die modernen Arbeitsmühlen gerät, das Wohnen unbezahlbar wird und die Träume zu versickern drohen." Kölnische Rundschau

"Neubert und dem für die Bühnenfassung des Romans verantwortlichen Gerhard Seidel ist es zu verdanken, dass sich bei dieser typischen Geschichte aus der Generation Y doch ein ganz persönliches Frauenschicksal herauskristallisiert, das den Zuschauer zu bewegen und zu berühren vermag". Kölner Stadt-Anzeiger

"Mirjam Birkl als Cristina verfügt über ein unerschöpfliches Reservoir an kleinen Gesten und Blicken, die den Seelenzustand eines etwas unbedarften, aber keineswegs dummen Mädchens ausdrücken können. Grandios ist ihr Mienenspiel (...), großartig gelingt es ihr, die Unbedarftheit ihrer Figur auszustellen." theater:pur