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EIN LANGER, SÜSSER SELBSTMORD - DER FALL OSCAR WILDE

Ein Stück von Inken Kautter und Kay Link über Aufstieg und Fall des Ästheten, Literaten, Dandys. Über seine Genusssucht, seine Lieben und Affären, seine Homosexualität, den erstaunlichen Aufstieg als Künstler und seinen jähen Absturz in Ächtung und Zuchthaus.

Uraufführung

Mit Marius Bechen, Andreas Bittl, Sebastian Kolb
Inszenierung: Kay Link
Dramaturgie: Inken Kautter
Bühne/Kostüm: Peter Lehmann

Wildes produktivste und wildeste Phase dauerte nur drei Jahre. „Das Bildnis des Dorian Gray“ erobert gerade die Buchläden und die Aufführungen seiner Dramen werden zum gesellschaftlichen Ereignis in London und Paris – da trifft er auf die Liebe seines Lebens: Lord Alfred Douglas. Die leidenschaftliche Beziehung und das ausschweifende Leben der Beiden enden in demütigenden Gerichtsprozessen, in die Wilde sich mit selbstzerstörerischer Kraft stürzt.
Im lustvollen Spiel mit Gerichtsprotokollen, Liebesbriefen und Wildes literarischen Werken verschwimmen die Grenzen zwischen biografischen Fakten und Fiktion.

Pressestimmen

Dichte Inszenierung, brillante Darsteller, stimmige Regieeinfälle. Ein außergewöhnlicher, sehr lohnender Theaterabend. rik

Die Regie legt den Fokus zu Recht auf die Schauspieler, die ihre Parts mitreißend verkörpern. Bittl fasziniert mit physischer Präsenz, mimisch und sprecherisch als exaltiert-scharfsinniger Protagonist, Kolb ist ein herrlich zickiger, androgyner Bosie und Bechen glänzt in der Doppelrolle als Vertrauter und Chefankläger Edward Carson. Eine Aufführung, der in 100 Minuten eine wohl tarierte Mischung aus Anspruch und Unterhaltung glückt und in der - ganz in Wilde'scher Manier - Ernsthaftes im Amüsanten durchschimmert und vice versa. Kölner Stadt-Anzeiger

Begnadetes Timing. theater pur

Eine anspruchsvolle Inszenierung, die Beklemmung, Neugierde auslöst und doch – ganz im Sinne Wildes – den Humor nicht zu kurz kommen läßt. aKT

Begnadete schauspielerische Leistungen. Fazit: Unbedingt hingehen! campus-web.de

Das Autorenduo hat die – auf den echten Protokollen beruhenden – Gerichtsszenen geschickt mit Ausschnitten aus Wildes Stücken, Briefen und Prosatexten collagiert. […] Herrlich schräge, klamaukige Einschübe. choices

Die beiden Autoren haben die Gerichtsprotokolle geschickt mit Spielszenen verwoben, die das verhängnisvolle Liebesverhältnis zwischen Wilde und dem jungen Lord Alfred Douglas, genannt Bosie, beleuchten. (...) Von dieser Konstellation gehen die Autoren bei ihrem glänzend besetzten Drei-Personen-Stück aus, wobei die Elemente der verschiedenen Orts- und Zeitebenen geschmeidig montiert sind. Andreas Bittl ist ein großartiger Oscar, der den Ton des geistvollen, scharfzüngigen Dandys mit einem Schuss Vulgarität genau trifft. (...) Sebastian Kolb findet sich scheinbar mühelos in der Figur des androgynen Bosie zurecht, jung und verführerisch, dabei ohne Tuntigkeit, selbst in Frauenkleidern. Marius Bechen bewältigt zuverlässig die Doppelrolle als Staatsanwalt Edward Carson sowie als Wildes Freund und Nachlassverwalter Robert Ross, eine Art Mittelsmann zwischen den Positionen. Doch auch er kann den Autor nicht vor dem "langen, süßen Selbstmord" retten. Begeisterter Beifall. Kölnische Rundschau

Die Rolle des Oscar Wilde ist mit Andreas Bittl nicht nur seines Äußeren wegen genial besetzt. Man sieht die Verwandlung Wildes von einer affektierten Koryphäe zu einem demoralisierten Mann. (...) Und auch der blutjunge Bosie macht eine Wandlung durch, vom schnell gelangweilten Jüngelchen zum verantwortungsbewussten Mann. Sebastian Kolb übersetzt die Rolle in die heutige Zeit, unterstützt von einem Bühnenbild als Projektion in Bühnenbreite. (...) Marius Bechen übernimmt Schlüsselrollen. Als Richter verkörpert er die Rechtssprechung des viktorianischen Englands in brutaler Konsequenz. Und dann als Freund Robert Ross, eigentlich den Umgang des Mainstreams der Gesellschaft heute mit Homosexualität. Den meisten ist heute die sexuelle Orientierung eines Anderen einfach egal. Insofern zeigt „Der Fall Oscar Wilde“ auch, dass sich in punkto Toleranz, seit Zeiten in denen Zuchthaus und Kastration drohten, inzwischen doch einiges Verändert hat. WDR 5, Scala

Schonungslos sezieren Regisseur und Mitautor Kay Link und Kautter die entscheidenden Wendejahre in Wildes Leben und Werk zwischen 1891 und 95. Gewähren Einblick in Prozessprotokolle, persönliche Briefwechsel sowie literarisches Schaffen und überraschen mit Zeitsprüngen ins 20. Jahrhundert mit ähnlich gelagerten und prominent besetzten Gerichtsfällen. WDR 3, MOSAIK

Aufführung des Monats! Die große Stärke des Stücks liegt in der Entwicklung, die der Protagonist durchmacht. (...) Ein Glücksgriff ist die Besetzung der Hauptrolle: Andreas Bittl weist eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem berühmten Wilde-Porträt auf. Seine schauspielerische Leistung trägt ihr Übriges zur Authentizität des Stückes bei. Doch auch Sebastian Kolb als Wildes gelieber Lord Alfred Bruce Douglas alias Bosie und Marius Bechen in der Doppelrolle Robert Ross/Edward Carson gebührt großes Lob. Kölner Illustrierte

 

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